Unsere Geschichte

Über 120 Jahre Bewegung, Natur, Gemeinschaft

1902

Der Anfang

14 Oktober 1902
Auf Initiative des Bahnbeamten Otto Linck, Ludwigshafen am Rhein, treffen sich im Gasthaus Breitling in Ludwigshafen Jobs Blum, Otto Bilfinger, Albert Grimmeisen, Heinrich Kohl, Otto Linck, Albert Meyer, Adrian Platz und Otto Volker zur Vorbesprechung über die Gründung eines Wandervereins in der Pfalz.

Als Name ist vorgesehen: „Touristenclub Pfalz“.

27 November 1902 - Gründung des Vereins
Gründung des Vereins im Bürgerbräu in Ludwigshafen (Ludwigstraße 75). Der Initiator zur Gründung des Vereins, Bahnbeamter Otto Linck, leitet die Versammlung, die von 116 Interessenten besucht ist. 95 davon tragen sich in die Mitgliederliste ein.
Auf Vorschlag von Heinrich Kohl nennt sich der Verein „Pfälzerwald-Verein“.
1. Vorsitzender wird Fabrikant Fasig,
2. Vorsitzender Otto Linck.
Bis Ende des Jahres zählt der Verein über 300 Mitglieder.

1902

1903

Jahr 1903

18 Januar 1903 - Erste Wanderung
Die 1. Planwanderung mit 100 Personen führt von Neustadt - Hohe Loog - Kalmit - Forsthaus Heldenstein - Schänzel - Edenkoben.
Otto Linck bringt zum 1. Mal den Gruß „Wald Heil“ aus.

04 Februar 1903 - Vereinsabzeichen
Otto Volker, Ludwigshafen legt den Entwurf für das heute noch gültige Vereinsabzeichen (Eichenblatt/Traubenkombination) vor.

15 März 1903 - Wochenzeitschrift
Die als „Wochenzeitschrift für Touristen-, Radfahrer- und Fremdenverkehr in der Pfalz und Umgebung“ als „Organ des pfälzischen Verschönerungsvereins, des Gräfensteiner und Zweibrücker Verschönerungsvereins, sowie vieler Lokalvereine“ seit 1900 bestehende Zeitschrift „Der Pfälzerwald“ wird Organ des Pfälzerwald-Vereins.

01 April 1903 - Neue Ortsgruppen
Der Verein weitet sich auf weitere Städte aus, z.B. Bad Bergzabern, Bad Dürkheim, Edenkoben, Grünstadt, Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Landau und Neustadt/H.

01 Juli 1903 - Die Lokomotive „Pfälzerwald“
Die Bahn fährt auf Betreiben des PWV Ausflugszüge von Ludwigshafen nach Neustadt.
Die Lokomotive erhält den Namen „Pfälzerwald“.

01 November 1903 - 1. Vereinssatzung
Justizrat Grill erstellt die 1. Vereinssatzung, die fast 100 Jahre später in wesentlichen Teilen noch gilt. Gliederung in Hauptvorstand und Ortsgruppen, Aufgaben: Wandern, Wegebezeichnung, Wanderkarten, Unterkunftshäuser, Naturschutz, Fremdenverkehr und Jugendarbeit.

26 November 190 - Außerordentliche Mitgliederversammlung
am 26 November 1903 Außerordentliche Mitgliederversammlung; Satzungsverabschiedung; Gründung des Hauptvorstandes durch 9 Ortsgruppen. Der Verein zählt zum Jahresende über 1.000 Mitglieder.

1904

Jahr 1904

03 Januar 1904 - Wahl des 1. Hauptvorstandes
Wahl des 1. Hauptvorstandes in Neustadt a.d. Haardt.
1. Hauptvorsitzender wird Kgl. Oberforstrat,
Regierungsdirektor Karl Albrecht von Ritter, der 1907 geadelt wurde.

26 September 1904 - Die Stabenbergwarte
Das 1. Bauwerk des PWV - die 9 m hohe Stabenbergwarte bei Gimmeldingen wird eingeweiht.
Gründung weiterer 7 Ortsgruppen. Mitgliederstand zum Jahresende über 3.000 in 16 Ortsgruppen.
Die Ortsgruppen Ludwigshafen und Landau legen den ersten PWV-Wanderweg Trifels - Madenburg an.

1904

1905

Jahr 1905

Die erste Wanderkarte
Kommerzienrat Kohl vermisst mit Jobs Blum zur Schaffung einer Wanderkarte 1:50.000 (Kohl’sche Karte) die Wanderwege, Wanderziele und Stützpunkte im Pfälzerwald. Ende 1905 zählt der Verein in 20 Ortsgruppen 4.225 Mitglieder.

1906

Jahr 1906

15 Mai 1906 - Die 1. Blockhütte
Die Ortsgruppe Frankenthal erstellte auf dem Rahnfelsen die 1. Blockhütte.
Erster Hauptausflug des Gesamtvereins am 15. Mai zum Hexenplatz nach Bergzabern.

1906

1907

Jahr 1907

Der PWV legt einen Wanderweg vom Hambacher Schloß zur Kalmit an.
Auf Lambertskreuz bei Lambrecht wird eine weitere Blockhütte erstellt.
Die Bahn führt auf Betreiben des PWV Sonntagsrückfahrkarten ein.

1908

Jahr 1908

26 April 1908 - 1. bewirtschaftete Hütte
Auf der Kalmit wird als erste bewirtschaftete Hütte die „Ludwigshafener Hütte“ eingeweiht.

27 April 1908 - 1. Schülerwanderfahrt
Der PWV führt die erste Schülerwanderfahrt durch.

01 Mai 1908 - Die Kohl’sche Karte
Herausgabe der Kohl’schen Karte (8 Blätter).

1908

1909

Jahr 1909

26 Mai 1909 - Luitpoldturm
Auf dem Weißenberg beim Hermersbergerhof wird in Anwesenheit von Prinzregent Luitpold der 35 m hohe Luitpoldturm eingeweiht. Baukosten 16.000,-- Mark.

1910 - 1911

Jahr 1910

1910 - Neustadter Hütte
Die „Hellerhütte“, wird als 1. Hütte mit Übernachtungsmöglichkeiten eingeweiht.

02 - 04 September 1910 - Deutscher Wandertag
Deutscher Wandertag in Neustadt/Haardt

1910 - 1911

1911

Jahr 1911

16 Juli 1911 - Weinbiethaus Gimmeldingen
Das Weinbiethaus der Ortsgruppe Gimmeldingen wird eröffnet.

1912

Jahr 1912

Hauptvorsitzender
Regierungsdirektor Wappes, Speyer wird Hauptvorsitzender.

1912

1914

Jahr 1914

Kurz vor Ausbruch des Krieges eröffnet der Pfälzerwald-Verein im Gasthaus „Zum Schiff“ in Neustadt/H. die 1. Jugend- Herberge der Pfalz mit 20 Betten.
Die Herberge wird allerdings mit Kriegsbeginn zum Lazarett. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zählt der PWV in 132 Ortsgruppen 16.900 Mitglieder.

1914 - 1918

1914 bis 1918

Der Vereinsbetrieb muss im 1. Weltkrieg erheblich eingeschränkt werden, kommt aber nie zum Erliegen. Mitgliederzahl bei Kriegsende in 53 Ortsgruppen: 5.200 Mitglieder.

1914 - 1918

1919 bis 1921

steigt die Zahl der Ortsgruppen auf 115 an. Der Mitgliederstand erreicht mit 17.500 Mitgliedern eine Scheinblüte.
„Unsere Geschichte geht weiter. Sie wird mit jedem Schritt draußen in der Natur weitergeschrieben – von uns allen.“