von Hermann-Josef Wilbert
28 alte Pfälzische Mundartlieder -  „Pfälzisches Leben in Liedern aus Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg“ –
Ab sofort bei uns erhältlich - Preis:   7,00 EUR  (ggf. zzgl. Versandkosten)


In der Pfalz waren früher zahlreiche Lieder im Umlauf. Das bezeugen die beiden Bände „Pfälzische Volkslieder“, die Georg Heeger und Wilhelm Wüst gesammelt und 1909 zum ersten Mal herausgebracht haben. Viele von ihnen waren keine Pfälzer Lieder, sondern irgendwo anders in Deutschland entstanden. So zum Beispiel: „Am Ural, da bin ich geboren, bin eines Kosaken Sohn“. Doch gab es auch nicht wenige Mundartlieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die eindeutig aus der Pfalz stammen. In ihnen spiegelt sich die Pfalz und das damalige Leben in ihr. Sie sind heute kaum mehr bekannt und gelten sogar bei pfälzischen Chören nicht selten als minderwertig. Das mag daher rühren, dass die bayerische Verwaltung diese Lieder als „ungelenk in der Form“, als „unsaubere Gassenhauer“ und „unmoralische Lumpenstückchen“ verpönt, verboten und unterdrückt hat, wie August Becker in „Die Pfalz und die Pfälzer“ (1857) berichtet und zugleich energisch als ungerechtfertigt zurückweist.
Erhalten haben sie sich hauptsächlich in den Gebieten, in welche Familien aus der Pfalz ausgewandert sind, vor allem in Pennsylvanien, doch auch am Ohio, in Irland, im polnischen Galizien, in der Batschka, im Banat und an der Wolga.
Bruno Klemm und Hermann-Josef Wilbert haben diese Lieder aufgespürt, zusammengestellt und im Institut für Pfälzische Landeskunde (ehemals „Heimatstelle Pfalz“) unter dem Titel „De Guguck“ 1975 als Liederbuch veröffentlicht, welches mittlerweile vergriffen ist.
Beseelt von dem Wunsch, die pfälzischen Lieder auch weiterhin am Leben zu erhalten, hat Wilbert, emeritierter Professor für Musikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, davon mit dem Vokaloktett PATCHWORK unter dem Titel "Kää schäner Lännel" eine CD produziert.
Die gesamten Chorsätze (3x51) können auch in der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer eingesehen und -falls gewünscht- kopiert und aufgeführt werden.
Der Pfälzerwald-Verein will jetzt dazu beitragen, die alten Lieder weiterhin bekannt zu machen, als Pfälzisches Kulturgut.